Datenschutz-Irrsinn bei Poken!
5. April 2009, 11:23 Uhr, Internet, Verbraucherschutz
Hab mir auf der vergangenen re:publica’09 so ein Poken-Ding angelacht. Will ja auch nicht zum alten Eisen gehören, sondern ganz vorne dabei sein. I, Early Adopter.
Mein Poken sieht aus wie ein Panda und wenn man ihn gegen einen einen anderen Poken hält, dann tauschen die beiden Pokens ihre IDs aus und man spart sich den Austausch seiner Visitenkarten. Find ich gut. Klingt plausibel.
Gucke auch schon die ganze Zeit nach Leuten mit Pokens, damit wir unsere IDs austauschen können, finde aber keine. Aber das ist wohl der Fluch des Early Adopters.
Nun wollte ich gerade mein Profil bei der Poken-Website einstellen und plötzlich ist meine Begeisterung über meinen kleinen neuen Freund verschwunden und ich flüstere ihm vorsichtig Rücktrittsvorderungen ins Bärenöhrchen.
Was war passiert?
Der Poken-Dreck ist ja dazu da, um seine Kontakte einfacher zu pflegen und so wollte ich Links(!) auf meine Profile bei LinkedIn, XING, Twitter und Facebook hinzufügen. Und… und… man glaub es kaum und zunächst hab ich meinen Augen auch nicht getraut:
Poken verlangt Benutzername und Passwort jedes Netzwerks, zu dem man verlinken(!) möchten:

Unfassbar!!! Ja, die Empörung kennt keine Grenzen und weil ich es wirklich nicht glauben konnte, hab ich einen Blick in die FAQ geworfen. Tatsächlich, ich leide nicht unter Wahnvorstellungen und in der FAQ steht dazu:
Why is DoYouPoken.com asking me for my password to another site? [...] As a convenience to our users, our Web site allows you to connect to external social networks, adding your profile on those networks to your Poken card. To ensure that you are entitled to add those profiles (and that no one else can add your profile), we require that you authenticate yourself with each network that you add. [...] (Quelle: Poken FAQ)
Unglaublich. Und das machen die Leute tatsächlich mit?


Dirk